Unternehmen sehen 2026 eine deutlich wachsende Zugänglichkeit von komplexen Automatisierungssystemen: Künstliche Intelligenz, agentische Automatisierung und cloud-native Plattformen machen anspruchsvolle Lösungen nutzbar für größere Teile der Wirtschaft. Entscheidend bleiben jedoch Governance, Integration und die Frage nach messbarem ROI.
KI-Agenten und Plattformen: Wie neue Technologien die Zugänglichkeit von Automatisierungssystemen erhöhen
Strategische Verschiebung von Experimenten zu produktiven Agenten
Externe Prognosen unterstreichen diese Entwicklung: So erwartet Gartner, dass bis 2028 rund 90% der B2B-Einkäufe von KI-Agenten vermittelt werden könnten, was die Rolle von Plattformen als Vermittler erhöht. Daraus folgt für viele Firmen: weniger technische Barrieren, aber höhere Anforderungen an Integration und Betrieb. Im Kern bedeutet das für Unternehmen: neue Möglichkeiten, Standardaufgaben zu automatisieren und gleichzeitig die Basis für komplexere, agentische Workflows zu schaffen. Das verspricht Kosteneinsparungen und mehr Effizienz, setzt aber ein klares Governance- und Orchestrierungsmodell voraus. Die wachsende Vernetzung erhöht die Anforderungen an IT-Architekturen. Unternehmen berichten, dass fragmentierte Systeme und verschiedene Modelle die Integration erschweren. Experten nennen deshalb AI-Gateways und zentrale Plattformen als notwendige Bausteine. Regulatorische Rahmenwerke wie das EU AI Act und regionale Vorgaben verschärfen die Anforderungen an Erklärbarkeit und Auditierbarkeit. Forrester schätzt, dass 2026 rund 60% der Fortune-100-Unternehmen eine zentrale Führungskraft für AI-Governance ernennen werden, um Haftungs- und Compliance-Risiken zu steuern. Auch die Digitalisierung in deutschen Unternehmen zeigt Zwiespalt: Studien deuten darauf hin, dass viele Betriebe Digitalisierung und Automatisierung vorantreiben, aber technische Komplexität und fehlende Standards die Technologieakzeptanz hemmen. Praxisbeispielhaft ist das ABB-Werk in Ratingen, das als Modell für kontinuierliche Automatisierung dient und zeigt, wie Governance und Prozessdisziplin technische Komplexität reduzieren können. Technologien wie Digital Twins werden zunehmend genutzt, um Produktionsabläufe in Echtzeit zu simulieren und so Kosteneinsparungen sowie geringeren Ausschuss zu erzielen. Das führt zu konkreten Effekten in der Produktionsoptimierung und nachhaltiger Ressourcennutzung. Gleichzeitig verändert sich die Rolle klassischer Automatisierungstools: RPA bleibt relevant, wird aber durch KI aufgewertet. SS&C nennt dies das „Supercharging“ von RPA – eine Kombination, die repetitive Aufgaben effizienter macht und Kapazität für strategischere Tätigkeiten freisetzt. Die Folgen für Arbeitsmärkte sind sichtbar: Upskilling und neue Kernkompetenzen wie Prompt-Engineering werden wichtiger. Prognosen von Gartner gehen davon aus, dass bis 2027 ein großer Teil der Einstellungsverfahren AI‑Kompetenzen prüfen wird. Unternehmen, die diese Umstellung schaffen, profitieren von höherer Effizienz und schnellerer Umsetzung von Innovationen. Für Entscheider bleibt die zentrale Erkenntnis: Die Zugänglichkeit zu komplexen Automatisierungssystemen steigt, wenn Integration, Governance und Mitarbeiterkompetenzen gleichzeitig adressiert werden. Nur so lassen sich Innovationen nachhaltig in Geschäftsergebnisse übersetzen.Hindernisse und Governance: Komplexität bändigen für breite Technologieakzeptanz
Integration, Compliance und IT-Komplexität als Bremser
Wirtschaftliche Effekte: Effizienzgewinne, Nachhaltigkeit und neue Skills
Digital Twins, Robotik und die Ökonomie der Automatisierung






